Johannisloge Freimut und Wahrheit

Freimaurerorden Köln – seit 1904

Die Loge – Unsere Historie

Die Gründerjahre (1898-1929)

Am 26. April 1898 treffen sich auf Einladung des Bruders Hermann Wineken von der Bonner Loge „Friedrich Wilhelm zum eisernen Kreuz“ im Hotel „Kaiser Wilhelm“ in Köln zehn in der Domstadt lebende Brüder, die zu dieser Zeit Mitglieder in Logen außerhalb Kölns sind (unter anderem in Krefeld und Bonn), um eine freimaurerische Vereinigung zum Zweck der Gründung einer eigenen Loge innerhalb der Lehrart der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland zu bilden. In einer zweiten Versammlung am 16. Mai des selben Jahres gelingt die Beschlussfassung erforderlicher Regularien einschließlich der Wahl des Vorstandes. Zuvor wird dem Verein auf Vorschlag von Br. Rudolf Scheerbarth, von „Eos“ Krefeld kommend, der Name „Freimut und Wahrheit“ gegeben, nachdem der weitere Vorschlag „Die Wacht am Rhein“ nicht die Zustimmung der Brüder findet. Der Verein unterstellt sich der Krefelder Loge. Zum Vorsitzenden wählt die Versammlung Bruder R. Scheerbarth, den anwesenden Br. Lohmann von der Johannisloge „Zum Westfälischen Löwen“, Schwelm, bestimmte man zu seinem Stellvertreter.

Zunächst 17 Brüder treffen sich in der Folgezeit regelmäßig im „Kränzchen“ im Hotel „Kaiser Wilhelm“ , ab dem 20.02.1899 im „Alten Präsidium“. Von April 1902 an kommt der Kreis im „Monopol-Hotel“ zusammen, dessen Direktor Rosmanith als Bruder der Bereitstellung der Räumlichkeiten behilflich ist. Am 22.06.1903 besucht der damalige Landesgroßmeister, Bruder von Kuycke, der zur Feier des 50. Stiftungsfestes der Johannisloge „Eos“ in Krefeld weilt, die Kölner Vereinigung. Die Gespräche in den kommenden Monaten widmen sich intensiv der Frage einer Logengründung. Eine Kommission erarbeitet Grundzüge, vor allem materielle Voraussetzungen für den späteren Vollzug solcher Pläne. Um so überraschender kommt am 14.03.1904 der Vorschlag von Br. Bube, das zum Verkauf stehende Haus in der Jakordenstraße zu erwerben. Br. Bube schafft es, die zögernde Gruppe von der Richtigkeit des Vorhabens zu überzeugen.

Am 01. Juli 1904 kann die Kölner Bruderschaft das Haus übernehmen und am 23.10.1904 wird das Licht in die junge Loge im Tempel der Immobilie Jakordenstraße 3 feierlich eingebracht. Die Loge hat zu diesem Zeitpunkt unter ihrem Hammerführenden Meister 18 wirkliche und 8 Ständig Besuchende Brüder.

Die Bruderschaft bestimmt für ihre neue Loge den Namen: „FREIMUT UND WAHRHEIT“:

„Was wäre mehr geeignet, als stets wahr zu sein und mit FREIMUT die WAHRHEIT zu sagen, nach der „WAHRHEIT“ des Glaubens und der Empfindung unablässig zu streben und in diesem Streben den Mut der freien – auf peinlicher und gewissenhafter Prüfung gewonnenen Überzeugung – auch offen an den Tag zu legen“

… begründen die Stifter der Loge ihre Namenswahl.

Das Logenbijou

Die meisten Freimaurerlogen haben ein eigenes Erkennungszeichen, ein so genanntes Bijou, das die Brüder der entsprechenden Loge zu bestimmten Anlässen tragen, um sich von Brüdern anderer Logen zu unterscheiden. Das Bijou unserer Loge zeigt eine brennende Kerze sowie einen Ritterhelm mit geöffnetem Visier auf dem schwarz-weißen musivischen Fußboden.

Das Kölner Logenhaus

Das alte Logenhaus

Das alte Kölner Logenhaus befand sich in der Jakordenstraße 3, in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs. Am 18. Juli 1935 musste die Arbeit auf Anordnung der nazionalsozialistischen Regierung eingestellt werden – die Freimaurerei wurde in Deutschland verboten.

Letztendlich fiel das alte Logenhaus, wie viele andere Häuser auch, den Bomben im 2. Weltkrieg zum Opfer.

Das heutige Logenhaus

Das heutige Logenhaus, das „Haus der Kölner Freimaurer“, befindet sich in der Kölner Südstadt in der Nähe des Volksgartens und ist Zentrum bzw. Ausgangspunkt der meisten Logenaktivitäten.

Das Wandgemälde

Das Wandgemälde im Kölner Logenhaus befindet sich an der Kopfseite des Bankettsaals und verleiht dem Raum eine einzigartige Atmosphäre.

Das Gemälde in der Größe von 4 m Breite und 3,5 m Höhe ist von Maler Robert Seuffert junior (siehe Selbstportrait) auf Gips gemalt. Er war Mitglied der Johannisloge „Zum ewigen Dom“.